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21. Die Gefahren des elektrischen Stromes

Auch durch den menschlichen Körper kann elektrischer Strom fließen. Neben der Wärmewirkung, die bei hohen Strömen auch zu schweren Verbrennungen führen kann, löst der durch den Körper fließende Strom Reize auf Nerven und Muskeln aus. Besonders gefährlich sind die Reize auf den Herzmuskel, dessen Fasern sich dann unregelmäßig und nicht mehr koordiniert zusammenziehen (Herzkammerflimmern) und dessen Pumpleistung dadurch reduziert wird. Wenn also ein Strom von einer Hand über das Herz zur anderen Hand fließt, ist die Gefahr besonders groß.

Die Gefährdung hängt also ab von dem Weg des Stromes durch den Körper, aber auch von der Stärke des Stromes und von der Einwirkungsdauer. In Abbildung 31 sind für Wechselstrom mit 50 Hz (entspricht der Frequenz bei unserer Netzspannung) die verschiedenen Bereiche mit den unterschiedlichen Wirkungen voneinander abgegrenzt, und zwar in Abhängigkeit von der Einwirkungsdauer und der Stromstärke.

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Abb. 31: Gefährdungsbereiche für den Stromweg „linke Hand – Füße“. Nach links ist die Stärke des durch den Körper fließenden Stromes, nach oben die Einwirkungsdauer aufgetragen.

Im Bereich 1 (Stromstärke bis zu 0,0005 A) sind praktisch keine Einwirkungen wahrnehmbar, und dies ist auch unabhängig von der Einwirkungsdauer.

Im Bereich 2 spürt man ein leichtes Kribbeln und vielleicht auch leichte Muskelverkrampfungen. Schäden gibt es noch nicht.

Im Bereich 3 gibt es starke Verkrampfungen, die verhindern, dass man z.B. den Stromleiter loslässt. Es kann schon zu dem gefährlichen Herzflimmern kommen. Die so genannte Loslassschwelle hängt von der Einwirkungszeit ab. Je länger diese dauert, desto kleiner darf die Stromstärke nur sein.

Im Bereich 4 ist eine tödliche Stromwirkung zu erwarten.

Die Stärke des Stromes hängt von dem Körperwiderstand und den Übergangswiderständen (z.B. gut isolierende Schuhe, feuchte oder trockene Haut) ab.

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