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Einheit 1: Veränderung von Gebäuden im Schulort

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Unterrichtsverlauf in Schritten

Zeit: 45 Minuten
(ohne den letzten Schritt, der weggelassen werden kann)

1. Schritt: Eigenes Klassenzimmers betrachten und bewerten
  • Einstimmung und Motivation: Foto des eigenen Klassenzimmers wird präsentiert.
  • Kreisgespräch: Was mir besonders gut bzw. was mir nicht daran gefällt.

2. Schritt: Alte Abbildungen des Schulraumes bzw. Schulgebäudes betrachten

Alte Abbildungen des Schulraumes bzw. Schulgebäudes betrachten, bauliche Andersartigkeit beschreiben und jeweils mit dem aktuellen Zustand des Klassenzimmers bzw. Schulgebäudes vergleichen.

  • Stummer Impuls: Eine ältere Abbildung des Schulraumes (evtl. aus den 1960er Jahren) wird präsentiert (siehe auch Materialteil).
    schulklasse_1968_vorschau
  • Schülervermutungen: „Das ist ein älteres Bild von unserem Klassenzimmer. Es sieht anders aus als heute, zum Beispiel die Fenster. Das ist ein Bild von früher.“
  • Möglicher Impuls: „Sicher fällt dir auf, welche Teile am alten Klassenzimmer anders sind als an unserem Klassenzimmer heute!“
  • Im Kreisgespräch nennen die SchülerInnen alte Bauteile und Einrichtungsgegenstände, beschreiben diese und vergleichen sie mit den aktuellen Teilen. Sie erkennen auch, was evtl. unverändert erhalten geblieben ist.
  • Stummer Impuls: Eine weitere, noch ältere Abbildung des Schulhauses (evtl. aus den 1950er Jahren) wird präsentiert (siehe Materialteil).
    schulhaus_1958_vorschau
  • Vorgehensweise wie oben. Die SchülerInnen vergleichen auch die beiden älteren Abbildungen untereinander. Anschließend gegebenenfalls noch mit einer weiteren alten Abbildung (evtl. aus den 1930er Jahren) entsprechend verfahren.
Hinweis:
Falls auch SchülerInnen und Lehrkräfte auf den Abbildungen zu sehen sind, kann man zusätzlich auf die Kleidung und Frisuren eingehen.
3. Schritt: Mögliche chronologische Reihenfolge der Abbildungen der Aufnahmen vornehmen
(siehe auch Strukturieren und Systematisieren – die Zeitleiste in den Fachdidaktischen Grundlagen)
  • Stummer Impuls: Lehrkraft legt eine Zeitleiste (siehe Materialteil) in den Sitzhalbkreis.
  • Schülervermutungen: Die Fotos von den Klassenzimmern sind aus unterschiedlichen Zeiten. Wir könnten sie an der Zeitleiste zuordnen.
  • Möglicher Impuls: „Findest du die richtige Reihenfolge heraus?“
  • Alternative 1 zum stummen Impuls: Möglicher Auftrag: „Die Bilder der Klassenzimmer sind Aufnahmen aus verschiedenen Zeiten. Findest du heraus, welches Bild am ältesten ist?“
  • Alternative 2: Präsentation der Jahreszahlen (auf Kartonstreifen), welche die SchülerInnen den Bildern zuordnen sollen.
  • Partnergespräch und mögliche Lösung mit Begründung.
  • Anschließend mögliche chronologische Reihenfolge herausfinden und gegebenenfalls auch der Zeitleiste zuordnen lassen.
  • Lösung: Auf der Rückseite der Abbildungen ist das Jahr der Aufnahmen fixiert. Die SchülerInnen überprüfen ihre eigene Lösung anhand der korrekten Antwort auf der Rückseite.
  • Gegebenfalls Korrigieren der vorgeschlagenen Bildreihenfolge an der Zeitleiste.
4. Schritt: Reflexion über Rekonstruktion von Vergangenheit
(siehe dazu auch zu Teillernzielen unter Methodenkompetenz in den Fachdidaktischen Grundlagen)
  • Impuls: Obwohl viele Dinge aus dem alten Klassenzimmer heute nicht mehr vorhanden sind, konnten wir erfahren, wie sie früher aussahen!
  • Schülervermutungen: Auf den Bildern konnten wir sehen, wie die Dinge aussahen.
  • Impuls: „Es waren Bilder, die noch aus der Zeit stammen, wo die Bauteile so aussahen! Es gibt einen Begriff für Reste aus der Vergangenheit, die uns heute helfen, etwas über die Zeit zu erfahren, aus der sie stammen! Sie führen uns direkt in diese Zeit, aus der die Reste sind. Sie werden deshalb so genannt wie die Stelle, wo Wasser direkt aus der Erde entspringt.“
  • Schülervermutungen: „Das sind Quellen, hier waren es Bildquellen.“
5. Schritt: Gründe für bauliche Veränderungen bzw. für Kontinuität finden
  • Möglicher Impuls: „Unser Klassenzimmer wurde also im Laufe der Zeit immer wieder verändert. An welchen Dingen hast du das erkannt?“
  • Schülervermutungen: „Die Fenster sahen früher anders aus. Viele Dinge waren aus Holz, der Fußboden, die Bänke. Es gab manche Dinge noch nicht, wie z. B. eine Zentralheizung.“
  • Im Unterrichtsgespräch sucht man nach den Gründen für die Veränderungen bzw. die Kontinuität: technische Veränderungen, Mode-Erscheinungen bzw. man fand Dinge noch brauchbar und schön, Geldmangel
  • Zusammenfassung: wichtige Entwicklungsstufen des Klassenzimmers mit Bildern und Wortkarten an der Zeitleiste fixieren (vgl. Materialteil: Zeitleiste Gesamtübersicht)
6. Schritt: Ausweitung: Suche nach alten, noch erhaltenen Gebäuden im Ortskern
  • Gegebenenfalls auch Vergleich dieser Gebäude mit historischen Abbildungen
  • Erkenntnis: Oftmals finden sich an alten erhaltenen Gebäuden noch Bauteile, die schon vor vielen Jahren entstanden sind, neben moderneren Elementen. Sie wurden erhalten, weil man die alte Bauform schätzt. Es kann aber auch sein, dass sie noch vorhanden sind, weil man sie aus Mangel an Geld nicht erneuert hat.
  • Herausgreifen der Kirche als vermutlich ältestes erhaltenes Gebäude im Ort als Objekt für die folgenden Unterrichtsstunden

Hinweis:
Man könnte für diese Unterrichtseinheit an eine Sequenz zu Schule früher und heute anschließen. Der letzte Schritt kann als Hausaufgabe gestellt werden oder aber auch weggelassen werden.
 
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